+++ CSD-Parade (Demonstration)  & Straßenfest am 30. Juni 2018 +++

Forderungen des CSD Schwerin e.V.

CSD Schwerin e.V.Ergänzend zu den gemeinsamen Forderungen der norddeutschen CSD-Organisator_innen richtet der CSD Schwerin e. V. anlässlich des Christopher Sreet Days (CSD) 2018 in Schwerin folgende Forderungen an Politik und Gesellschaft:

Vielfalt braucht Respekt

Mecklenburg-Vorpommern soll ein weltoffenes und tolerantes Bundesland bleiben. Jeden Tag kommen die verschiedensten Menschen miteinander in Kontakt. Das erfordert Respekt. Respekt beruht auf Gegenseitigkeit und beinhaltet auch Rücksicht und Wertschätzung im Umgang mit anderen Menschen unabhängig von sozialer Stellung, Herkunft und Abstammung, Geschlecht, Alter, Behinderung, Religion und sexueller Identität.

Wir fordern alle demokratischen Parteien auf, aktiv für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft einzutreten. Es ist notwendig, die Vorteile einer Demokratie und einer Gesellschaft von Menschen in all ihrer Vielfalt immer wieder ins Gedächtnis zu rufen und zu verdeutlichen.

Förderung von Vielfalt, Kampf gegen Homo- und Transphobie

Homo- und Transphobie sind trotz aller Fortschritte weiter ein Problem in unserer Gesellschaft. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Übergriffen auf LSBTI*. Nur gemeinsam kann bestehenden Diskriminierungen von LSBTI* konsequent entgegengetreten sowie für Akzeptanz, Wertschätzung und Respekt geworben werden. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Umsetzung des Ende 2015 beschlossenen Landesaktionsplans. Wir rufen alle Ressorts der Landesregierung sowie alle gesellschaftlichen Akteure auf, hieran aktiv mitzuwirken.

Unterstützung von Beratungs-, Aufklärungs- und Präventionsprojekten

Die lesbisch-schwulen Vereine sind auch im letzten Jahr wiederholt der letzte Rettungsanker insbesondere auch für LSBTI*-Jugendliche gewesen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. Identität Unterstützung durch qualifizierte Berater und Betreuer benötigten. Eine wissenschaftlich bestätigt höhere Selbstmordrate unter jungen Homosexuellen ist leider trotz aller gesellschaftlichen und rechtlichen Fortschritte immer noch Realität. Jugendliche LSBTI* müssen sich mit realen oder befürchteten Diskriminierungen und negativen Reaktionen auseinander setzen. Ebenso leisten die Vereine des Landes einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung über Homo-, Bi- und Transsexualität und tragen somit maßgeblich zum Abbau von Vorurteilen und der Steigerung von Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen bei.

Wir fordern die Landesregierung auf, die Projekte zur Beratung, Aufklärung und Prävention weiterhin ausreichend zu finanzieren und bürokratische Hürden zu reduzieren.

Verstärkte Unterstützung der Präventions- und Aufklärungsarbeit zu HIV / AIDS

Die Zahlen zu Neuinfektionen mit dem HI-Virus machen deutlich, dass es keinen Grund gibt, HIV / AIDS zu verharmlosen. AIDS ist nach wie vor nicht heilbar, Maßnahmen zur Prävention, Aufklärung und Information sind daher noch immer unverzichtbar.

Als eine Hauptbetroffenengruppe sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Wir fordern die Landesregierung auf, die im Land bestehenden Angebote zur Beratung, Betreuung und Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten sowie HIV / AIDS – v. a. die AIDS-Hilfen – verstärkt in ihrer Arbeit zu unterstützen. Insbesondere ist eine Finanzausstattung der AIDS-Hilfen zu gewährleisten, welche deren Arbeits- und Handlungsfähigkeit sicherstellt. Zudem sind niedrigschwellige Angebote zur Beratung und Untersuchung – wie der anonyme HIV-Schnelltest – flächendeckend durch den öffentlichen Gesundheitsdienst auszubauen.

 


 

Forderungen des CSD Nord e.V.

CSD Nord e.V.

Die CSD-Organisator_Innen aus Aurich, Berlin, Braunschweig, Bremen, Cloppenburg, Greifswald, Hamburg, Hannover, Kiel, Lübeck, Magdeburg, Oldenburg, Rostock, Schwerin und dem Wendland haben gemeinsam folgende politische und gesellschaftliche  Forderungen formuliert:

Die vollständigen politische Forderungen des CSD-Nord e.V. findet Ihr unter: www.csd-nord.de